Girls'Day Akademie: Wo Mädchen von Technik schwärmen,  ein phantastisches Schuljahr mit der Lindenauschule

Abschlussveranstaltung in der Lindenauschule

 

 

Hanau. Total begeistert präsentierten die Gymnasiastinnen und Realschülerinnen der Lin-denauschule in einer feierlichen Abschlussveranstaltung über ihre Eindrücke und Erlebnisse, die sie im Verlaufe der Hessischen Girls’ Day Akademie seit den letzten Sommerferien ge-wonnen haben.

 

Die Girls’ Day Akademie wird durch die Agentur für Arbeit Hanau und den Gesamtverband der Arbeitgeber Osthessen sowie dem Förderverein der Lindenauschule und der Frankfurter Volksbank gefördert. Planung und Organisation erfolgten durch die Gesellschaft für Wirt-schaftskunde e.V. (GFW), dem Bildungswerk der Wirtschaft.

 

Vor zahlreichen Gästen berichteten sie von ihren Besuchen bei den Hanauer Unternehmen Evonik und Vacuumschmelze mit tollen Experimenten und praktischen Arbeiten unter Anlei-tung von Azubi-Mentoren, über verschiedene Exkursionen zur Universität Frankfurt in die Biologie, zum Deutschen Wetterdienst, manroland sheetfed und abschließend zum Offenen Kanal Offenbach. Darüber hinaus führten sie in den Räumen der Lindenauschule naturwis-senschaftliche Experimente unter anderem zum Thema Blut und das virtuelle Mikroskop so-wie Visuelle Wahrnehmung und einem spannenden IT Handy App Projekt durch. Abgerundet wurde das Konzept durch Workshops zur Förderung der Teambildung, von Umgangsformen, der Bewerbungskompetenz und von Präsentationstechniken. Die Mädchen präsentierten da-bei neben Bilddokumenten auch ihre praktischen Arbeitsergebnisse.

 

In seiner Begrüßung bedankte sich Dirk Eckrich, stellvertretender Schulvertreter der Lin-denauschule, zunächst bei allen Beteiligten, die ein phantastisches Projekt in die hessische Bildungslandschaft eingeführt haben. Darauf sei man als Lindenauschule sehr stolz; als Schu-le eine derartige Möglichkeit zu erhalten, eigene Schüler auf eine Reise durch verschiedenste natur- und Technik Bereich zu schicken. „Die prägende Bedeutung der geistigen Entwicklung durch Naturwissenschaften ist im Rahmen der Girl’s Day Akademie sehr deutlich zum Aus-druck gekommen“, hob Eckrich, explizit hervor.

 

Harald Sattler, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Hanau, beschrieb mit einem anderen Blickwinkel das Projekt im Hinblick auf die Berufswahl junger Mädchen: „Nach wie vor beschränkt sich die Hälfte aller Mädchen bei der Job-Wahl auf vier Ausbildungsberufe, unter denen sich aber kein naturwissenschaftlicher oder technischer befindet“. Auch Werner Kroth, Vorsitzender des Gesamtverbandes der Arbeitgeber Osthessen, sieht hier Entwick-lungsbedarf: „In der Rangliste der gewählten Berufe liegt bei jungen Frauen der erste aus z. B. der Metall- und Elektro-Industrie auf Platz 51. Dabei kommt es in den M+E-Berufen nicht nur auf Präzision und auf den Umgang mit Technik, sondern auch auf Teamarbeit und das abtei-lungsübergreifende Denken an.“, betont Kroth abschließend.

 

„Das Ziel der GDA ist es schließlich, eine vertiefte Berufsorientierung und mehr Selbstbe-wusstsein der Teilnehmerinnen im Zusammenhang mit technisch-naturwissenschaftlichen Inhalten, Berufen und Studiengängen zu vermitteln“, führte Daniela Grund, Projektleiterin der GDA bei der GfW, aus. „Die Verantwortlichen möchten mit der Akademie dazu beitragen, dass möglichst viele junge Frauen traditionelle Rollenmuster bei der Berufswahl ablegen.“, fügt Reinhold Maisch, Geschäftsführer der GfW e.V. hinzu.

 

Tatkräftig unterstützt wurde die Umsetzung der ersten hessischen Girls Day Akademie an der Lindenauschule durch die Stufenleiterin 9/10, Frau Anke Ott sowie Katrin Devic, Nicole Ha-selhuhn, Claudia Neumann vom Förderverein der Lindenauschule, Alexandra Morgenroth, Dr. Hermann Alig und Dirk Eckrich. „Die Kooperation aus Schulen, Hochschulen, Ar-beitsagenturen und Unternehmen hat dabei für die Schülerinnen der Klassen 9 bis 10 von Gymnasien und Realschulen ein abwechslungsreiches Programm gestaltet, das Informatio-nen zu verschiedenen naturwissenschaftlich-technischen Berufsbildern, praktische Beispiele, Unternehmensbesichtigungen und Präsentationstechniken vereint. Wir sind begeistert von der Girls Day Akademie“.

Den Schülerinnen jedenfalls hat die Teilnahme an der Girls' Day Akademie großen Spaß ge-macht. Die geschlechtshomogene Gruppe wurde von fast allen als ein großer Vorteil angese-hen, dass sie so besser ihre Stärken entwickeln konnten, ohne sich vergleichen zu müssen. Ihr Fazit ist durchweg äußerst positiv, die vielfältigen Erlebnisse und Informationen möchten sie nicht missen und würden die GDA auf alle Fälle nochmals machen und es allen naturwis-senschaftlich interessierten Mädchen zur Teilnahme empfehlen.

 

Die Girls ’Day Akademie ist eine Weiterentwicklung des Girls’ Day, der seit 2001 jedes Jahr im April bundesweit durchgeführt wird. Ziel der Girls’ Day Akademie ist es, Mädchen bei der Berufswahl zu unterstützen und das Interesse für Berufe und Studiengänge im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu wecken und zu fördern. Startschuss der ersten Hessischen Girls’ Day Akademie war der 06. November 2015. Seitdem nahmen nun erstmals 12 Lindenau Mädchen einmal wöchentlich mit insgesamt über 120 zusätzlichen Unterrichtsstunden an verschiedenen MINT-Aktivitäten teil und ein weiterer Durchgang ist für das kommende Schuljahr geplant.

 

Die Mädchen der Girls Day Akademie in der Lindenuschule Hanau während der Zertifikatsübergabe, eingerahmt von: v.links oben: Harald Sattler (GF Agentur für Arbeit, Katrin Devic (Lehrerin), Sandra Zimmermann (Goethe Universität Frankfurt), Alena Greßler (Goethe Universität Frankfurt), Anke Ott (Stufenleitung), Dirk Eck-rich (stellv. Schulleiter), Robert Lang (Frankfurter Volksbank), Ulrike Eckhardt (Evonik Industrie), Lucas Fecher (Evonik Industrie), Werner Kroth (Arbeitgeberverband Osthessen), Reinhold Maisch (GF GfW e.V.)

v.rechts unten: Daniela Grund (GfW Projektleitung Girls Day Akademie)